Häusliche Gewalt in Essen

Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter

Am 25.11.2015 dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen machten die Gleichstellungsstelle und engagierte Frauen des Essener Frauenbündnisses mit der Straßenaktion "Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter" in der Essener Innenstadt auf das Thema aufmerksam. Die weiße Theatermasken tragenden Frauen lösten ebenso wie die Statements, die sie vor sich hielten sofort große Aufmerksamkeit bei Passantinnen und Passanten aus. Trotz des nasskalten Wetters waren viele Menschen zu Gesprächen bereit und zeigten sich sehr interessiert. Auch die Informationsmaterialien zu den lokalen Unterstützungsangeboten und dem bundesweiten Hilfetelefon wurden gerne entgegen genommen.
Insgesamt war es eine gelungene Aktion das Thema "Gewalt gegen Frauen" in die öffentliche Aufmerksamkeit zu rücken und zum Hin- statt Wegsehen zu ermutigen.

Frauen mit Statements bei der Aktion 'Gewalt-gegen-Frauen' in Essen

Daphne Projekt: "Zugang von Frauen mit Behinderungen zu Opferschutz- und Unterstützungseinrichtungen bei Gewalterfahrungen"

Ziel dieses Projektes war es, die Zugangsmöglichkeiten und die Qualität verschiedener Unterstützungsinstitutionen im Hinblick auf die Erreichbarkeit für Frauen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen, die verschiedenen Formen von Gewalt ausgesetzt sind oder waren, zu untersuchen.

Diakonie-Spot “Ivana” gewinnt “Intermedia Globe Silver”

Der Spot „Ivana - gegen Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung “ hat im Rahmen des Worldmedia-Werbefilmfestival in Hamburg einen Intermedia Globe Silver in der Kategorie „Advertising: Campaigns“ gewonnen. Zum Ziel der Sensibilisierung und zum Anstoß einer gesellschaftlichen Diskussion behandelt der Spot das Schicksal einer jungen Frau, die in Deutschland zwangsprostituiert wurde.

Zwei Jahre bundesweites Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen

„Jede Gewalt gegen Frauen ist ein Verbrechen“, erklärte Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig heute (Mittwoch) bei der Bilanz des Hilfetelefons. „Jeden Tag erleben Millionen Frauen Gewalt: Körperlich und psychisch. Häusliche Gewalt, Gewalt im „Namen der Ehre“ oder Gewalt auch außerhalb der Partnerschaft. Umso wichtiger sind Angebote wie das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen“, so die Ministerin weiter. (Pressemitteilung des Ministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 25.03.2015)
Immer mehr von Gewalt betroffene Frauen lassen sich bundesweit, anonym, kostenfrei und vertraulich durch das Hilfetelefon beraten. Das Telefon ist an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr erreichbar. Betroffene können bei Bedarf an Unterstützungsangebote vor Ort vermittelt werden.
Das seit zwei Jahren bestehende Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen legt den zweiten Jahresbericht vor.

Stellungnahme

der Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Baden-Württemberg (LAG) zur Neuregelung des Prostitutionsgesetzes in Deutschland

Ausgangspunkt für eine Neuregelung des Prostitutionsgesetzes ist die verschärfte Situation der Prostituierten seit der Gesetzesänderung, die drastische Zunahme der Prostitution auch in Baden-Württemberg und das Frauen durch die Gesetzesänderung in hohem Maße der Willkür von Bordellbetreibern und Zuhältern ausgeliefert sind. In ganz Deutschland wird eine Neuregelung des Prostitutionsgesetzes sehr kontrovers diskutiert.
Die Mehrheit der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten in Baden-Württemberg fordern das „nordische Modell“, das den Kauf von sexuellen Dienstleistungen unter Strafe stellt.

Eine Auflistung der Ziele und der geforderten Maßnahmen der LAG Baden-Württemberg findet sich in der PDF Datei (siehe rechts)

Essener Standard zur Versorgung von Opfern unterzeichnet

Im Rathaus der Stadt Essen unterzeichneten Peter Renzel, Sozialdezernent der Stadt Essen, Dr. Kundt, Leiter des Gesundheitsamtes Essen, Gerda Kaßner, Gleichstellungsbeauftragte, Geschäftsführung Runder Tisch Häusliche Gewalt Essen, die Geschäftsführer und Ärztinnen und Ärzte der Essener Krankenhäuser den gemeinsam entwickelten Essener Standard zur Versorgung von Opfern häuslicher Gewalt in Essener Notfallambulanzen.

Der Essener Standard unterstützt eine Versorgung, die medizinische, rechtsverwertbare und soziale Behandlung einbezieht und führt somit zu einer umfassenden, optimierten Versorgung von Opfern häuslicher Gewalt in Essener Notfallambulanzen.

Häusliche Gewalt stellt noch immer eins der größten Gesundheitsrisiken für Frauen dar. Ärztinnen und Ärzte sind oftmals die ersten und einzigen Ansprechpersonen von Opfern häuslicher Gewalt und sind somit Schlüsselpersonen, die die Gewaltspirale unterbrechen und Prävention leisten können.

Der Work Flow plus Anlagen, des Essener Standards, bietet Ärztinnen, Ärzten und Pflegepersonal abrufbare Informationen zur umfassenden Versorgung der Opfer, darin enthalten auch Hinweise zu den psychosozialen Hilfsangeboten und lokalen Netzwerken. Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit ist erforderlich um den Opfern von häuslicher Gewalt effektiv helfen zu können.

Essen, 12.5.2015

Jetzt den neuen Spot von UN Women Nationales Komitee Deutschland e.V. unterstützen!

Unter dem Motto „Schauen Sie hinter die Maske“ macht UN Women Nationales Komitee Deutschland auch in 2014 mit einzigartigen Aktionen auf das Thema häusliche Gewalt in Deutschland aufmerksam.

Hier zum Download:
Informationen zum Spot von UN Women Nationales Komitee Deutschland Neuer Spot

„Schwere Wege leicht machen“

So lautet das Motto der Kampagne, die die Frauenhäuser in Deutschland am 8. März 2013 begonnen haben und die bis zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November 2013 fortgesetzt wird.
Wir bitten Sie um Unterstützung im Interesse der von Gewalt betroffenen Frauen und ihrer Kinder! Unterstützen Sie die Kampagne „Schwere Wege leicht machen“ mit Ihrer Unterschrift.

Mehr Informationen zur Kampagne

Brief-Kampagne

Pressemitteilung Kampagne

„Zwischen Traum und Wirklichkeit“

so heißt ein Projekt, das eine interkulturelle Gruppe von Schülerinnen der 13. Jahrgangsstufe des Essener Leibniz-Gymnasiums, begleitet durch das AWO-Beratungszentrums „Lore-Agnes-Haus“, durchgeführt hat. Im Mittelpunkt standen die Themen Kommunikation, Konflikte und Gewalt in Paarbeziehungen.

Zur Dokumentation

Zum Presseartikel

1 Jahr Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen

Bundesministerin Schwesig stellt den ersten Jahresbericht zum Hilfetelefon vor. Die 08000 116 016 wird bei Fragen zu allen Formen von Gewalt gegen Frauen und als 24-Stunden-Lotse zu den Beratungsstellen vor Ort genutzt.

Medizinische Intervention - Einführung von Standards in die medizinische Versorgung von Frauen

Der Runde Tisch „Häusliche Gewalt Essen“ hatte am 28. November 2012 eingeladen zu der vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen geförderten Veranstaltung: Medizinische Intervention – Einführung von Standards in die medizinische Versorgung von Frauen.

Zur Dokumentation:

Medizinische Intervention

Informationskarte zur Auslage in Arztpraxen:

Intervention

Aktion „Herz-Schmerz“

Aktion „Herz-Schmerz“ zum internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25.11.2011
erregt Aufmerksamkeit in der Rathaus Galerie.

Aktion Herz-Schmerz Aktion Herz-Schmerz Aktion Herz-Schmerz

Zum Bericht

"Zwischen Traum und Wirklichkeit"

Kommunikation, Konflikte und Gewalt in Paarbeziehungen. Ein Projekt von Gleichstellungsstelle, AWO Beratungszentrum für Familienplanung, Schwangerschaftskonflikte und Fragen der Sexualität, Lore-Agnes-Haus und Schülerinnen des Leibniz-Gymnasiums Essen-Altenessen.

Mehr zum Projekt: Dokumentation

Presseartikel: AWO-Projekt

Häusliche Gewalt in Essen - ein Themenschwerpunkt der Gleichstellungsstelle

Nach dem Bericht der Gewaltkommission der Bundesregierung von 1990 ist Gewalt in der Familie die in unserer Gesellschaft am häufigsten ausgeübte Gewaltform. In 90% bis 95% der Fälle häuslicher Gewalt sind Frauen die Opfer und Männer die Täter. Die Folgekosten von häuslicher Gewalt werden in der BRD auf etwa 14,8 Mrd. Euro pro Jahr geschätzt. Darin enthalten sind u. a. Kosten für Justiz, ärztliche Behandlung.

„Herz – Schmerz“
Statuen-Aktion zum Thema Gewalt gegen Frauen in der Rathausgalerie

Alljährlich am 25. November findet der von den Vereinten Nationen deklarierte „Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen“ statt.
Aus diesem Anlass lädt das Essener Frauenbündnis am 25.11.2011 in der Zeit von 17.00 bis ca. 18.00 Uhr in die Rathaus Galerie Essen ein.

Mehr Informationen:
Infokarte

Herz–Schmerz